Wenn der Ahorn blüht, dann leuchtet
der Baum von der Fülle der gelben Blütentrauben. Die Früchte
hängen gleichfalls in Trauben. Die Flügel der Nüsschen stehen im
rechten Winkel zueinander. Der Stamm hat im Alter eine schuppige
Rinde.
Unter den einheimischen Ahornbäumen
ist diese Art die stattlichste. Gewisse Ähnlichkeiten mit der
Platane spitz lappige Blätter und abblätternde Rinde haben ihm die
Artbezeichnung pseudoplatanus eingebracht. Wenn jedoch im Sommer die
geflügelten Früchte erscheinen, die sich die Kinder gern auf die
Nase kleben, dann ist klar, dass es keine Platane sein kann.
Der
Bergahorn, dessen Heimat von Mitteleuropa bis zum Kaukasus reicht,
findet sich vor allem in den Berglandschaften, wo er bis in Höhen
von 1600 Metern wächst. Inzwischen ist der dekorative Baum mit dem
goldgelben Herbstlaub in ganz Europa verbreitet und in Parks, an
Plätzen und Straßenrändern angepflanzt. Er kann die Stadtluft mit
ihren Abgasen relativ gut vertragen. An günstigen Standorten mit
Humus und nährstoffreichen Böden wird er bis zu 400 Jahre alt. Das
Holz ist von allen Ahornarten das wertvollste. Es ist fast weiß,
seidig glänzend und hart. Früher wurde es zu Drechselarbeiten,
heute wird es mehr in der Möbelindustrie verwendet. Löffel und
Teigrollen sind aus Ahornholz, und sogar Geigenböden können daraus
gefertigt werden. Etliche Gartenformen zeigen diese Bäume mit
rotfleckigen, roten oder goldgelben Blättern.
- Wissenschaftlicher Name: Acer pseudoplatanus
- Familie: Ahorngewächse
- Gestalt: Bis zu 35 m hoch mit regelmäßiger, dichter, breitgewölbter Krone; gerade aufgerichteter Stamm, Äste sind weit ausgebreitet.
- Rinde: Im Alter rosabraun, rissig und in großen Schuppen abblätternd.
- Blätter: Bis 20 cm lang; aus 5 mehr oder weniger spitz zulaufenden Lappen bestehend, grobgezähnt, fünfnervig, oberseits dunkelgrün, unter seitig heller und blaugrün; die Buchten sind spitz. Stiel bis 15 cm lang, oberseits rot, ohne Milchsaft. Blüten (V, mit dem Laubaustrieb): Gelbgrün mit 5 Kelchen und Blütenblättern in 10 cm. langen, hängenden Trauben, sehr Honigreich und von Insekten beflogen.
- Früchte: Sogenannte Spaltfrüchte, die aus 2 Teilfrüchten bestehen (Nüßchen mit Flügel),sie stehen etwa im rechten Winkel zueinander und drehen sich wie Propeller, wenn sie nach der Reife im November vom Baum fallen.



